Tapferes Schneiderlein goes Tuscany

Ja, ihr habt richtig gelesen.
Die Fliegendichte hier erinnert mich verdächtig an die zehn biblischen Plagen. Man muss die Terassentür nur 1 Stunde offen lassen und schon ziehen zwanzig Fliegen im Raum ihre Kreise. Wenn sie nur irgendwo an der Wand hocken würden, aber nein sie müssen einem ja ins Gesicht, auf die Arme und auf den Teller und den Tassenrand fliegen. Ich hab dann eine zwanzig Minuten damit verbracht alle Fliegen hinauszuverfrachten. Ich bin sogar echt gut darin! Glas drüberstülpen, Hand über die Öffnung, Tür auf (aber nur einen Spalt, damit sich nicht die nächste Fliege eingeladen fühlt), Hand weg, Glas einmal gut schütteln und schnell wieder die Türe zu machen. Einmal hab ich sogar zwei Fliegen auf einen Streich gefangen! Tapferes Schneiderlein Pialein 😉 Naja, wenn ich’s mir recht überlege ist es nur mäßig tapfer es mit ein paar Fliegen aufzunehmen. Aber wir wollen mal nicht so pingelig sein 🙂
Es tut echt gut hier draußen in der Toskana zu sein! Nicht, dass die letzten zwei Monate der Inbegriff der harten Arbeit und des stressigen Alltags gewesen wären, aber es ist einfach schön, Sabina und die Kinder mehr um mich herum zu haben. Den Kindern tut der Lokalitätenwechsel auch echt gut! Ich habe sie hier das erste mal Gesellschaftsspielen auspacken und spielen gesehen und vorgestern wollten sie sogar, dass ich mich ihnen spiele. Das hat mich echt unglaublich gefreut! Was wissen wir seit dieser zumfressensüßen Bank Austria Werbung? Genau: Was wären die großen Erfolge ohne die kleinen?
Die letzten drei Tage hat in ganz Italien der Sturm „Cassandra“ getobt. Im Norden bedeutete das ärgstes Schneegestöber, in Venedig Überschwemmungen, in Küstenregionen Hochwasser, Überschwemmungen und unglaublicher Wellengang. In Rom hat’s geschüttet als hätte Gott ein Sequel zur Arche Noah geplant und hier in der Toskana hat’s das Haus fast weggeblasen. Die Sonnenuntergänge waren aber zum Sterben schön! 🙂 Ich habe tolle Fotos gemacht. Es ist jedes Mal so eine Freude, wenn besonders schöne Bilder dabei sind. Ich tu mein Bestes mit meinen Amateurfähigkeiten (und ich lerne auch dazu!), aber manchmal ergibt sich etwas, das nicht einmal der beste Fotograph beeinflussen kann und das positiv zum Ergebnis beiträgt. 🙂

Der gestrige Sonnenuntergang 🙂

Heute Früh bin ich zu Vogelgezwitscher und Windstille aufgewacht. Die Wolkendecke war aufgerissen und wir hatten einen schönen Tag. Lediglich die Luft war recht kühl.
Am Donnerstag werden wir an die Amalfi-Küste fahren, wo Sabinas Eltern ein großes Haus besitzen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es dort ist. Barbie und ihre Kinder werden mit uns in dem Haus wohnen und ich werde auch andere Freunde von Sabina kennenlernen, die in einem nahe gelegenen Hotel wohnen.
Ich bin gerade draufgekommen, dass ich wieder vergessen habe, das Monatsticket zu kaufen. Zu meiner Verteidigung: Ich wollte es am 23. Oktober hinter mich bringen, aber da wurde mir mitgeteilt, dass das Papierchen erst ab 25. erhältlich ist, was der Donnerstag letzter Woche war. Wie sich fleißige Blogleser vielleicht erinnern, wollte ich am Freitag einen netten Shoppingausflug machen und hatte geplant, das Ticket zu besorgen, aber da ist mir dann die liebe Cassandra in den Weg gekommen. So geht’s halt am Montag auf ein Neues zum ATAC-Office. Alle Monate wieder. Vielleicht begebe ich mich diesmal zu dem Office, dass ich bei der U-Bahn-Station Ottaviano entdeckt habe. Wahrscheinlich ist jenes beim Termini prädestiniert, von kilometerlangen Schlangen belagert zu werden. (Nein, keine Angst, ich rede nicht von Riesenschlange, die das römische U-Bahn-Netz heimsuchen. Warteschlange, natürlich. Nicht so viele Horrorfilme ansehen!)
Gestern waren Sabina, die Kinder und ich in einem wahnsinnig netten Restaurant zu Mittag essen. Es war einer dieser Orte, die man unmöglich findet, wenn man nicht weiß, wonach genau man sucht – kein Schild, kein nichts. Man betritt eine Scheune auf einem Reithof und tadaaaah: Riesensteinofen, in dem Hühner, herrliche Steaks etc. gebraten werden, herrlichstes Brot, Schinken, Bäckereien,… wunderbar! Ich hab’s geliebt. 🙂
So. Mein guter Vorsatz für die nächste Zeit: Etwas früher ins Bett gehen. Heute klappt das zwar nicht ganz, aber gestern war ich brav um halb zehn im Bett. Heute wird’s wohl Mitternacht, aber das ist auch in Ordnung 😉 Wir wollen ja mal nicht so sein.

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