November? Dass ich nicht lache! ;)

Also die Fahrt hierher, an die Amalfi-Küste, war echt unangenehm. Starker Regen und Wind haben uns das Vorankommen nicht wirklich leicht gemacht. Die letzten zehn Minuten der Fahrt durften wir uns im Schritttempo durch dicksten Nebel vortasten, der es unmöglich machte, zwei Meter weit zu sehen. Beim Haus angekommen, passten Sabinas Schlüssel nicht, aber Gott sei Dank kamen uns der Gärtner und seine Frau zur Hilfe und brachte den Ersatzschlüssel. Es stellte sich heraus, dass Sabinas Mutter das Schloss gewechselt hatte und anscheinend vergessen hatte, ihre Tochter darüber zu informieren. Schließlich waren wir also am Ziel angekommen, stellten die Heizung an und richteten uns ein. In den ersten 1 ½ Stunden nach unserer Ankunft ließ der Sturm den Strom drei Mal ausfallen. Dann wollten wir hinunter an den Strand gehen, um dort zu Abend zu essen. Als Sabina versuchte das Auto zu starten, mussten wir leider feststellen, dass die Autobatterie leer war. Warum wussten wir nun wirklich nicht. Schließlich hatte Sabina lediglich die Scheinwerfer angelassen, während wir das Gepäck ausluden – und das waren vielleicht zehn Minuten. Anscheinend reichte das aus, um die Batterie zu entladen. Wir beschlossen also, zu Fuß hinunter zu gehen. Lorenzo und Federico kamen zu dem Schluss, dass so viel „Unglücke“ nur damit zu erklären wären, dass Halloween war. Nach fünf Minuten Fußmarsch kamen wir beim Restaurant an.

Sabina kennt hier alle, weil das Haus sich schon seit Jahrzehnten im Familienbesitz befindet. Zu „alle“ gehört also auch die Familie, die das Restaurant und ein kleines Hotel darüber betreibt. Die ganze Familie ist unglaublich lieb und nach dem Essen, das übrigens deliziös war, brachte uns einer der Söhne mit dem Auto nach Hause.

Mein Frühstücks-Panorama-Plätzchen 🙂 Von meinem Balkon aus gesehen 😉

Das Haus ist echt groß. Jedes Zimmer hat einen Balkon, von denen zwei Drittel aufs Meer hinaus blicken. Es gibt eine Grillküche und eine RIESENTERRASSE, die mehrere Ebenen hat und insgesamt um drei Seiten des Hauses führt. Jeden Morgen schnappe ich mir einen Sessel, ein Buch und setze mich an den äußersten Zipfel der Terrasse, genieße dort mein Frühstück und den wunderbaren Blick aufs offene Meer. Es könnte nicht schöner sein! Noch dazu ist das Wetter jetzt, nach dem großen Sturm, formidabel. Von November keine Spur 😉

Donnerstag kurz vor Mittag sind Barbie und ihre Kinder angekommen und wir sind recht bald ins Restaurant am Strand gefahren, um dort zu Mittag zu essen. Obwohl der Tag ein Traum an Schönwetter war, war das Meer noch recht stürmisch und die Wellen beinahe so arg, wie am

Abend davor. Wir verbrachten den gesamten Nachmittag im Restaurant. Barbie, Sabina und ich begannen dann über Kinder zu reden, darüber, ob man in ihrem Alter noch welche bekommen sollte und über den Wunsch Buben oder Mädchen zu bekommen. Wir kamen zu dem Schluss, dass uns allen daran gelegen ist, einige Gentlemen mehr in die Welt zu setzen, wo doch so viele nicht so tolle Männer, „A****löcher“, wie Sabina bemerkte, da draußen rumlaufen, woraufhin der Herr am Nebentisch entrüstet „Excuse me!?“ rief. Wir mussten alle lachen. Es stellte sich heraus, dass er und seine Freundin aus Großbritannien waren. Wir luden sie an unseren Tisch ein und begannen eine sehr nette Unterhaltung.
Später kamen Jo, eine australische Kollegin von Barbie und Sabina, und Giancarlo, Sabinas Anwalt, an. Die beiden sind sehr lieb. Jo wohnt im Hotel über dem Restaurant und Giancarlo hier im Haus.

Das Meer heute

Zum Abendessen waren die Erwachsenen wieder im Restaurant, während ich mit den Kindern oben im Haus blieb. Ich wollte mir endlich einmal „Il Padrino“ anschauen, aber mit den vier iPads der Kinder, die 24/7 mit irgendwelchen Spielen online sind, ist das unmöglich. Der Player braucht  fünfzehn Minuten um drei Minuten des Filmes zu laden, auch wenn ich direkt neben dem Router sitze. Überhaupt ist das Internet mit den vielen iPads unglaublich langsam. Ich kann nicht einmal Musik auf Youtube hören… Das ist eigentlich bisschen ärgerlich, aber was soll man machen.
Mein Versuch, mich filmtechnisch weiterzubilden scheiterte also kläglich.

Küsten-/Panoramastraße nach Positano/ Positano

„No, you’re not Austrian. You can’t be Austrian and get a cold HERE – with this weather.”
Ja, ich kann’s selbst nicht glauben. Ich hab mir echt eine Erkältung geholt. Mein Fehler war es, in der Früh ohne Jacke laufen zu gehen. Nach dem Sport bin ich dann immer in der kühlen Luft nach Hause gegangen, was meinen Hals langsam angegriffen hat. Sobald ich gemerkt habe, dass mein Hals sich etwas unangenehm anfühlt, habe ich immer meine Jacke mitgenommen und besonders viel Tee getrunken, aber in Capalbio, wo die Wohnung keine

Heizung hat und es diesmal leider besonders stürmisch war, ist das Ganze nicht besser geworden. Mittlerweile bin ich leicht heißer und mein Hals kitzelt und kratzt ziemlich. Abwarten und Tee trinken. Wenigstens ist‘s hier geheizt 😉 Und das Wetter ist auch schon besser.
Als wir hier ankamen, war ich total begeistert, meinen absoluten Lieblingstee vorzufinden. Leider stellte sich heraus, dass die Feuchtigkeit des Hauses das Sackerl mit Tee in ein Sackerl mit Schwammerl verwandelt hatte. Zumindest roch es ziemlich danach. Ich versuchte trotzdem einen Aufguss, aber das Ergebnis war wirklich nicht trinkbar. Gott sei Dank gab es auch einen Tee, der noch ins Plastik eingepackt war. Der rettet mich jetzt. Der und der Akazienhonig, den Sabina netterweise besorgt hat. Honig kann einfach alles – ich liebe ihn. 🙂

Heute haben wir einen Tagesausflug nach Positano gemacht. Ich LIEBE Positano! Die ganze Stadt ist direkt in die zerklüfteten Felsen der Küste gebaut. Es war ein bisschen wie ein mediterranes Hallstadt. Und der Blick! Zum

Sterben schön. Die Straße dorthin verläuft auch genau die Küstenlinie entlang und man konnte unglaublich weit hinaus aufs offene Meer sehen.
Wir waren in einem Restaurant essen, das etwas höher gelegen ist, als Positano – mit Blick direkt aufs Meer. Traumhaft… und das Essen war HERRLICHST!
Ich musste die ganze Zeit daran denken, wie sehr Mami, Papi, Marie und Leonie die Stadt gefallen würde.

Nach dem Essen sind wir runter an den Strand gegangen, wo sogar einige Leute schwimmen waren.

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2 Kommentare zu “November? Dass ich nicht lache! ;)

  1. Wow Pia, klingt sehr abenteuerlich, aber schön! Ich wünsch Dir gute Besserung für Deinen Hals und wenn Du irgendwas brauchst, melde Dich einfach! Dickes Bussi

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